07 Juli 2021

Ocus Gin Test 

Ocus Gin - Flasche des Monats Juli 2021

Der Ocus Gin ist der Gin des belgischen DJs Lost Frequencies, der seit kurzem auch in Deutschland erhältlich ist. Dies ist Grund genug für uns den Ocus Gin in diesem Monat genauer vorzustellen. Wie der Ocus Gin schmeckt und ob sich dieser nur für Fans von Lost Frequencies eignet, erfährst du hier.

  

Details zum Ocus Gin

Der Ocus Gin wird in der Destillerie Wilderen in Belgien hergestellt. Bei der Herstellung werden eine überschaubare Anzahl von 6 Botanicals verwendet. Neben Zitronenschalen und Lavendelblüten finden sich noch Ingwer, Koriander, Nelken und Zimt unter den Botanicals. Der Ocus Gin verspricht hierbei sehr natürliche Zutaten und zeigt dies neben dem Design vor allem mit dem vorhanden Bio-Zertifikat. Deshalb wird der Ocus Gin auch als Ocus Organic Gin auf der offiziellen Website beworben.

Ocus Gin - Flasche

Die Flasche fasst 500ml Gin und ist in eine schicke braune Papier-Banderole gewickelt. Das Logo stellt ein Herz dar, welches Wurzeln schlägt und lavendelfarbende Blumen trägt. Dies umschreibt liebevoll den organischen Charakter des Orcus Gin. Ein weiteres besonderes Detail des Ocus Gin ist vor allem für Fans von Lost Frequencies interessant: Der Papierumschlag ist am Flaschenhals mit einem Festival-Band verschlossen. Hiervon gibt es 11 verschiedene Variationen, die gesammelt werden können.

Da es sich um den Gin des DJs Lost Frequencies handelt, hat dieser es sich natürlich nicht nehmen lassen, den Ocus Gin angemessen vorzustellen. In einem zu diesem Zwecke erstellten DJ-Set wird der Ocus Gin eindrucksvoll präsentiert. Unserer Meinung nach ein sehr gelunges Video, aber schaut es euch am Besten selber an:

Testbericht zum Geschmack des Ocus Gin

Nach allen diesen Details waren wir natürlich sehr gespannt auf den Ocus Gin und dessen Geschmack. Wie immer haben wir diesen zunächt pur verköstigt. In der Nase dominieren bei uns vor allem die floarel Noten des Lavendel. Dahinter verstecken sich Zitrusaromen, die nach kurzer Zeit deutlich wahrnehmbar sind. Die verwendet Gewürze, wie der Koriander, sind in der Nase nur sehr dezent wahrnehmbar. Insgesamt wirkt der Geruch sehr stimmig und qualitativ. Eine Alkholnote war kaum spürbar.

Der Geschmack des Ocus Gins ist hierbei sehr ähnlich zum Geruchseindruck. Der Ocus Gin ist auf den ersten Schluck unerwartet süß, was jedoch schnell von einer angenehmen und sehr intensiven Lavendelnote abgelöst wird. Nach einiger Zeit weichen die floaren Noten den Zitrusaromen. Im Abgang bleibt schließlich eine leichte Schärfe des Ingwer. Alles in allem ist der Ocus Gin sehr stimmig und vielfältig im Geschmack, überfordert durch seine Komplexität aber zu keinem Zeitpunkt. Uns hat vor allem gefallen, dass wir nahezu alle verwendet Botanicals im Geschmack wiedererkennen konnten. Trotz der leichten Schärfe im Abgang kam keine starke Alkoholnote hinzu, wodurch der Ocus Gin auch sehr mild schmeckt.

Als nächstes haben wir den Ocus Gin als Gin-Tonic probiert. Nach unserem ersten Eindruck waren wir uns sicher, dass die sehr komplexen und intensiven Aromen des Ocus Gin im Tonic untergehen könnten. Vor allem bei süßen Tonic-Watern wurden wir hierbei auch bestätigt: Bei der Verwendung von z.b. Fever Tree Premium Tonic Water dominiert die Süße zu stark und die sehr interessanten - vor allem floralen Noten - des Ocus Gin werden verdrängt. Es ist nicht so, dass uns diese Variante nicht geschmeckt hätte, aber wir haben hier einige Highlights des puren Ocus Gins vermisst. Mit einem Dry Tonic Water sah dies schon etwas ander aus. Die floarel Noten bleiben hier wahrnehmbar und ergeben ein stimmigeres Gesamtbild. Solltet ihr den Ocus Gin also mit Tonic Water trinken wollen, empfehlen wir hier die Verwendung eines Dry Tonics.

Ocus Gin Basil Smash Rezept

Fotoreihe Basil Smash Cocktail

Die Empfehlung des Herstellers ist ein Gin Basil Smash. Da dieser Cocktail mitlerweile zu unserem Standardrepertoire gehört, haben wir den Ocus Gin selbstverständlich auch als Basil Smash probiert. Der Basil Smash ist ein Cocktail, bei dem Gin mit frischem Basilikum, Zitronensaft und Zuckersirup gemixt wird. Wer unseren Artikel zum Gin Basil Smash gelesen hat wird sich erinnern, dass wir florale Gins für den Basil Smash nicht empfehlen. Der Ocus Gin zeigt aber eindrucksvoll, dass diese Regel nicht immer gilt. Beim Ocus Gin harmonieren die Lavendelnoten mit dem Zitrus derart gut, dass diese dem Basil Smash nur eine leichte Lavendelnote hinzufügen. Gepaart mit dem dezenten Basilikum-Aroma eines Basil Smash ergibt sich ein sehr leckerer Cocktail. Wir können den Ocus Gin als Basil Smash nur empfehlen! 

Gin Basil Smash Rezept, Zutaten und Zubereitung

Fazit

Auf den Ocus Gin sind wir vor allem durch den Bezug zu Lost Frequencies aufmerksam geworden. Das schicke Flaschendesign verspricht einen sehr natürlichen, harmoischen Gin. Dieses Versprechen wurde aus unserer Sicht gehalten. Weitere kleinere Details, wie das Festival-Band, machen den Ocus Gin natürlich auch für Fans interessant. Etwas schade finden wir, dass der Ocus Gin mit 40% Alkohol abgefüllt wird, wir hätten ihn auch sehr gerne mit ein paar Prozenten mehr verkostet. Wer einen Gin zum pur trinken sucht, bekommt hier dennoch einen erstklassigen Gin. Aber auch als Basil Smash konnte der Ocus Gin uns überzeugen. Leichte Abzüge gibt es von uns in einem Gin Tonic, da die hervoragenden Aromen unserer Meinung hier etwas untergehen. Wir können den Ocus Gin bedenkenlos empfehlen und werden ihn sicher wieder trinken.

Felix Nico