Irving Gin - Der Gin für Gentleman

Irving Gin Flasche für Testbericht

Der Irving Gin ist laut Hersteller ein "Gin für Gentleman und Fans der alten Schule". Ob der Irving Gin dieses Versprechen halten kann, werden wir in diesem Testbericht prüfen. Zunächst stellen wir den Irving Gin kurz vor. Anschließend folgt ein ausführlicher Geschmackstest mit Tipps für das richtige Tonic und weitere Cocktails. 

  

Details zum Irving Gin

Der Irving Gin wird von den drei selbst ernannten Gentleman Philipp Eberwein de Bruijn, Maximilian Henrichs und Tim Häntschel, bzw. der 4Gents GmbH, hergestellt. Die 4Gents GmbH sitzt in Kelkheim, einer Stadt in Hessen. Der Firmenname "4Gents" lässt bereits erahnen, dass das ganze Marketing auf die Idee eines "Gins für Gentlemen" abzielt.

Der Hersteller wirbt damit, dass der Irving Gin mit 16 hochwertigen Botanicals lokaler Lieferanten hergestellt wird. Neben Wacholder sind hier vor allem Vogelbeeren, Weinttrauben, Brombeeren, Koriander, Muskatblüte, Orangenschale und Zitronenschale hervorzuheben. 

Die Flasche des Irving Gin ist eine schicke, schwarze Tonflasche mit 500ml Fassungsvermögen. Das Logo des Irving Gin ergänzt die Farben Weiß und Gold und wirkt dadurch insgesamt sehr edel. Der Irving Gin wird mit 44,4% Alkohol abgefüllt und nach Art eines London Dry Gin hergestellt. 

Den Irving Gin gibt es neben der 500ml auch noch als Miniatur. Außerdem können "Gin Pearls" gekauft werden. Gin Pearls sind im Wesentlichen gezuckerter Irving Gin, der mit Verdickungsmitteln zu kleinen Perlen geformt werden. Die Aufmachung erinnert an eine Dose Kaviar und wirkt dadurch sehr edel. Eine sehr interessante Art Gin zu genißene, die wir so vorher auch noch nicht kannten!

Geschmackstest des Irving Gin

Nun sind wir gespannt, wie der "Gin für Gentleman" schmeckt. Hierzu probieren wir den Gin natürlich zunächst pur. Kaum im Glas, verströmt der Irving Gin direkt ein sehr dominantes Zitrusaroma. Dieses geht einher mit einer beerigen Süße. Hauptsächlich kommen hier die Brombeeren durch, aber auch die Weintrauebn können wir wahrnehmen. Die Gewürze bleiben im Hintergrund und lassen sich nur erahnen, runden das Gesamtbild aber stimmig ab. Der Geruch ist sehr angenehm und macht Lust auf den ersten Schluck.

Im Geschmack kommt zunächst sehr viel Wacholder zum Vorschein. Dieser wird von der beerigen süße Begleitet. Im Geschmack nehmen wir aber hauptsächlich die Brombeeren wahr. Die Zitrusnoten sind im Geschmack sehr viel dezenter als noch im Geruch. Der Abgang ist trocken und leicht herb. Zurück bleibt eine leichte Würze vom Koriander und Zimt. Die 44,4% Alkohol stehen dem Irving Gin sehr gut.

Irving Gin und Tonic

Pur hat der Irving Gin bereits eine gute Figur gemacht und nun wollen wir natürlich wissen, wie sich ein Irving Gin Tonic macht. Wir testen den Irving Gin mit dem Thomas Henry, dem Schweppes Dry Tonic Water und dem Fever Tree Mediterranean. Das Mischverhältnis liegt hierbei immer etwa bei 1:3.

Als erstes mischen wir den Irving Gin mit dem süßen Thomas Henry Tonic Water. Im Geruch kommen die beerigen Aromen voll zur Geltung. Insbesondere die Weintrauben-Aromen schweben im Glas. Im Geschmack sind diese beerigen Aromen weiterhin dominant. Neben der beerigen Süße schmeckt der Irving Gin mit dem Thomas Henry vorallem angenehm herb. Abergerundet wird das Ganze von sehr dezenten Zitrusaromen. Die verwendeten Gewürze rücken etwartungsgemäß weiter in den Hintergrund. Ingesamt schmeckt der Irving Gin mit dem Thomas Henry sehr rund und leicht. Die betont beerigen Aromen heben ihn von klassischen Vertretern ab.

Als nächstes testen wir den Irving Gin mit dem trockenen Schweppes Dry Tonic Water. Ähnlich wie beim Thomas Henry sind im Geruch die beerigen Noten im Vordergrund. Allerdings sind diese weniger stark ausgeprägt und werden von dezenten Zitrusaromen begleitet. Der Geschmack ist auch beim Schweppes Dry betont beerig und herb. Natürlich ist die herbe Trockenheit hier sehr viel stärker ausgeprägt als beim Thomas Henry. Allerdings werden auch die Zitrusaromen vom Schweppes Dry Tonic Water stärker betont. Der Gesamteindruck ist auch hier sehr harmonisch und legt Akzente auf mehr Trockenheit und Zitrusaromen.

Als letztes testen wir den Irving Gin mit dem Fever Tree Mediterranean Tonic Water. Der Geruch verändert sich hierbei nicht zu sehr im Vergleich zu den anderen Vertretern. Im Geschmack sieht das ganze aber deutlich anders aus. Die würzigen Aromen des Irving Gin werden betont und durch die Kräuter des Fever Tree Mediterranean ergänzt. Die beerige Süße rückt in den Hintergrund. Ingesamt schmeckt uns der Irving Gin mit dem Fever Tree Mediterranean gut, allerdings werden die Highlights des Irving Gins nicht gefördert. Daher wird dieses Tonic Water dem Irving Ging unserer Meinung nach nicht gerecht.        

Irving Gin Gin Mule

Irving Gin als Gin Gin Mule

Wenn es einmal kein Irving Gin Tonic sein soll, können wir als Alternative einen Irving Gin als Gin Gin Mule empfehlen. Der erfrischende Minz-Cocktail wird durch die beerigen Noten des Irving Gin passend ergänzt. Wer diesen Cocktail mixen möchte, kann hier noch einmal nachlesen, wie dieser zubereitet wird:

Gin Gin Mule

Fazit

Ist der Irving Gin nun ein Gin für "Gentleman und Fans der alten Schule", oder nicht? Das Marketing macht hier auf jeden Fall gute Arbeit dem Irving Gin dieses Image zu verpassen. Ob aber nun für Gentleman oder nicht, eines ist sicher: Der Irving Gin ist ziemlich gut. Er schmeckt so, wie man es von einem klassichen London Dry Gin erwartet und setzt dabei eigene Highlights in From von Brombeeren und Weintrauben. Wer einen leichten Gin Tonic bevorzugt ist mit dem Thomas Henry gut bedient, uns hat aber die herbere Variante mit dem Schweppes Dry besser gefallen. Der Irving Gin ist unserer Meinung nach ein würdiger Vertreter der London Dry Gins.

 

Nico