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London Dry Gin

Was ist London Dry Gin?

In einer Zeit, in der Gin zum Trendgetränk geworden ist und unzählige Produkte auf den Markt drängen, welche durch immer neue Herstellungsverfahren, Botanicals und Besonderheiten glänzen, gibt es eine Gin-Variante, die sich kaum verändert – den London Dry Gin. Es handelt sich hierbei um die älteste Gin-Kategorie, welche etwa Anfang des 18. Jahrhunderts entstand und sich seitdem großer Beliebtheit erfreut.

Entgegen dem, was der Name vermuten lässt kommt London Dry Gin nicht zwangsläufig aus der englischen Hauptstadt, hat aber seinen Ursprung dort. Die wichtigste Eigenschaft dieser Gin-Variante ist die strenge Regelung, unter welcher sich ein Gin als London Dry Gin bezeichnen darf. Diese ist sogar gesetzlich in einer EU-Norm geregelt. So müssen die Hersteller einen Neutralalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs mit mindestens 95% Alkoholgehalt als Ausgangsalkohol nutzen. Weiterhin dürfen die Hersteller nur aus einer festen Botanical-Liste wählen, dem Gin während der Destillation keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe zufügen und das Produkt auch nicht süßen. Der Abfüllungs-Alkoholgehalt des London Dry Gin muss mindestens 37,5 % betragen.

Wie ist das Geschmacksprofil eines London Dry Gins?

Aufgrund der strengen Regelungen zur Herstellung und den Inhaltstoffen des London Dry Gins ist auch der Geschmack innerhalb eines gewissen Rahmens recht konsistent. Die prägende Geschmacksnote eines jeden London Dry Gins ist der Wacholder, welcher häufig ein würzig-erdiges Aroma entfaltet und dem Gin auch den typischen Wacholderduft verschafft. Der Wacholder ist die Grundlage eines jeden Gins und wird meist durch eine Anzahl verschiedener Botanicals ergänzt, zum Beispiel durch Zitrusfrüchte wie Orangen oder Zitronen, Kräuter wie Koriander, Melisse oder Basilikum oder Gewürze wie Nelken, Zimt oder Pfeffer. Je nach der Zugabe dieser zusätzlichen Botanicals kann der Geschmack der London Dry Gins sehr unterschiedlich ausfallen, sodass es bis auf den Wacholder keinen gemeinsamen Nenner geben muss. Die klassischen London Dry Gins kommen mit einer geringen Zahl an Botanicals aus, so zum Beispiel der Tanqueray London Dry Gin oder der Bombay Sapphire London Dry Gin.

Jüngere Ginmarken setzen häufig auf ausgefallenere Botanicals, welche das Wacholderaroma unterstützen und ergänzen sollen. Hier wird durchaus auch auf pflanzliche Zutaten von fernen Kontinenten gesetzt, wie zum Beispiel Eukalyptus, Affenbrotbaum oder Hibiskusblüten.

Wie wird London Dry Gin hergestellt?

Produzenten, welche ihrem Gin den Zusatz „London Dry Gin“ verleihen möchten, müssen sich an strenge Produktionsvorgaben halten. Diese beginnen schon vor dem Destillationsverfahren damit, dass für einen London Dry Gin nur Neutralalkohol aus landwirtschaftlichem Ursprung, wie zum Beispiel aus Roggen oder Kartoffeln, verwendet werden darf. Die Botanicals dürfen nur zu Beginn der Destillation gesammelt beigegeben werden, so ist es zum Beispiel nicht erlaubt, jedes Botanical einzeln zu destillieren und diese dann zusammenzuführen. Deswegen muss die Botanical-Mischung beim London Dry Gin besonders harmonisch sein und perfekt vorbereitet werden. Anschließend muss der London Dry Gin mehrfach destilliert werden. Das fertige Produkt muss einen Mindestalkoholgehalt von 37,5 % aufweisen. Besonders wichtig ist auch der Verzicht auf künstliche Aromen, Farbstoffe und Zucker im London Dry Gin.

Was ist die beste Art einen London Dry Gin zu genießen?

Aufgrund der breiten Vielfalt der Aromen der unterschiedlichen London Dry Gins ist es schwierig, eine perfekte Art des Genusses zu finden. Generell eigenen sich London Dry Gins aufgrund ihrer hochwertigen Produktion in aller Regel auch zum puren Konsum ohne Mixer, da der Genießer hier in besonderer Form die Botanicals schmecken und erleben kann.
Selbstverständlich sind London Dry Gins aber auch wie gemacht für einen erfrischenden und leckeren Gin Tonic. Hier kann man besonders durch die Wahl des Tonics ganz erheblichen Einfluss auf die Geschmackserfahrung nehmen. Für einen klassischen Gin Tonic, welcher die Botanicals und Nuancen des Gins besonders betont, sollte zu einem neutralen Tonic, wie zum Beispiel Schweppes Indian Tonic Water oder Thomas Henry Tonic Water gegriffen werden. Wer es etwas ausgefallener mag greift zu einem floralen oder fruchtigen Tonic Water, zum Beispiel dem Fever Tree Mediterranean Tonic Water oder dem Thomas Henry Cherry Blossom Tonic Water. Hier sollte jedoch beachtet werden, dass ein solches Tonic unter Umständen feine und interessante Geschmacksnoten des Gins überdecken kann.

Besonders klassische London Dry Gins mit ausgeprägtem Wacholderaroma und intensivem Geschmack eigenen sich großartig für andere Gin-Cocktails, da sie auch beim Mischen mit Säften oder anderen geschmacksintensiven Mixern ihr Aroma zur Geltung bringen können.

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