Old Tom Gin

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Was ist Old Tom Gin?

Bereits im viktorianischen Zeitalter genoss der Old Tom Gin großen Zuspruch in der Bevölkerung. Über mehrere Epochen hinweg prägte der Old Tom die Geschichte des Gins maßgeblich – nicht zuletzt auch wegen der Geschichte um eine schwarze Katze. Der Old Tom Gin wird nach dem holländischen Genever gerne auch als Ursprung, wenn nicht sogar als Ursache, für die vielen darauffolgenden Gin-Sorten beschrieben.

Der Old Tom Gin bildet das komplette Gegenteil eines Dry Gins. Denn anders als bei diesen Gin-Sorten, ist beim Old Tom Gin die Zugabe von geringen Mengen von Zucker regelrecht erwünscht.

Eben dieser charakteristische, süße Geschmack hat ihm auch in jüngerer Zeit zu einem richtigen Revival verholfen und zu einem unverzichtbaren Bestandteil in vielen klassischen Gin-Cocktails gemacht.

Seinen Namen erhielt der «Old Tom» im 18. Jahrhundert, als Gin in London verboten wurde. Kreative Pub-Betreiber platzierten daraufhin die Figur einer schwarzen Katze («Old Tomcat») vor ihren Lokalen und signalisierten dadurch ihren Kunden, dass sich dort dem verbotenen Genuss trotzdem erfreut werden konnte.

Geschichte des Old Tom Gins

Die Entstehung des Old Tom Gins und die Geschichte Englands gehen stark miteinander einher.

Zunächst machte um 1650 der niederländische Genever den Wacholderschnaps bei der Bevölkerung in England insbesondere aber beim Militär äußerst populär. Das sehr gut wachsende Getreide und einige auf der Insel vorkommende Kräuter, ermöglichten um das 18. Jahrhundert die sehr kostengünstige Herstellung von Gin. Jeder konnte seinen eigenen Gin brennen. Dass sich damit gutes Geld verdienen ließ, hatte starke Qualitätseinbußen des damaligen Gins zur Folge. Mit sehr viel Zucker wurden unliebsame Aromen und Geschmäcker im Gin überdeckt. Schließlich erreichte der leicht erschwingliche Alkoholkonsum solche Ausmaße, dass sich die Regierung gezwungen sah, das heute als «Gin Act 1751» bekannte Gesetz zu erlassen. Ohne offizielle Lizenz war es fortan verboten Gin zu brennen und zu verkaufen. Dieses Gesetz verlagerte die Produktion jedoch lediglich in den Untergrund, wo die Geschäfte weiter florierten bis die Regierung mit dem Verbot, Alkohol überhaupt zu konsumieren, reagierte.

Dadurch konnte der Alkoholkonsum endlich eingedämmt werden. Einige geschäftstüchtige und kreative Pub-Betreiber hielten die Gin-Produktion sowie deren Ausschank jedoch weiterhin am Leben, in dem sie eine hölzerne Statue in der Gestalt einer schwarzen Katze vor der Eingangstür platzierten. Diese Katze, deren Name «Old Tomcat» lautete, symbolisierte potentiellen Gästen, dass in diesem Pub Gin ausgeschenkt wurde und man sich dort dem verbotenen Genuss erfreuen konnte. So fand der gesüßte und heimlich hergestellte Gin in dieser Katze schließlich auch seine Namensgeberin.

Nachdem der „Gin Act“ einige Jahrzehnte später wieder aufgehoben wurde, die Brenntechnik sich verbesserte und strengere Auflagen für die Produktion von Gin eingeführt wurden, verdrängte der qualitativ hochwertigere London Dry Gin den Old Tom Gin nach und nach. Dadurch, dass es im Laufe der Zeit sogar als verpönt angesehen wurde, gesüßten Gin zu trinken, löste der London Dry Gin den Old Tom Gin fast vollständig ab. Kaum eine Brennerei stellte bis gegen das Ende des 19. Jahrhunderts noch Old Tom Gin her.

Erst durch die wieder aufstrebende Bar- und Cocktail-Szene gerade auch in jüngerer Zeit hielt der Old Tom Gin dann erneut Einzug in Bars und viele Cocktails. Entstanden in dieser Zeit und noch heute ein beliebter Cocktail ist der „Old Tom Collins“.

Herstellung von Old Tom Gin

Die Vorgehensweise bei der Erstellung eines Old Tom Gins gleicht derjenigen eines Dry Gins. So steht es dem Brennmeister frei, ob die Aromen der Botanicals durch Mazeration, Digestion oder Perkulation auf den Roh-Alkohol übertragen werden. Auch nicht festgelegt ist, mit wie vielen Botanicals und wie oft der Old Tom Gin vermählt und gebrannt wird. Im Gegensatz zu früher stellen heute die fortgeschrittene Brenntechnik und das Wissen über die verschiedenen Botanicals sicher, dass der Gin keine minderwertige Qualität aufweist.

Anders als bei der Herstellung eines London Dry Gins, bei der die Zugabe von Zusatzstoffen strengstens untersagt ist, wird dem Old Tom Gin nach der finalen Destillation Zucker beigegeben. Aber auch hier existiert keine Ober- oder Untergrenze. Allerdings wird der Old Tom Gin grundsätzlich nur dezent gesüßt.

Aroma & Zubereitung eines Old Tom Gin

Delikat mit einem zarten Hauch von Zitrusfrucht und der charakteristischen, leichten Süße. Wie auch bei einem Dry Gin bleibt die Wacholdernote aber trotzdem stets im Vordergrund.
Die Beigabe von Zucker macht den Old Tom Gin etwas süffiger, schwächt einige scharfe Alkoholnoten ab und macht ihn dadurch im Vergleich zu einem Dry Gin runder.

Weich und leicht süßlich, mit einer perfekten Balance aus frischer Zitrusfrucht und milder Lakritze zeigt sich der Old Tom Gin als den idealen Cocktail-Gin. Durch sein charakteristisches Geschmacksprofil ist er ein unverzichtbarer Bestandteil in vielen klassischen Gin-Cocktails und eignet sich besonders gut für die Zubereitung historisch verankerter Cocktails wie dem Tom Collins, einem Ramos Gin-Fizz oder dem Martinez.